Montag, 25. April 2011

2 Tage im Erzgebirge

Gründonnerstag hat mich Kerstin von Arbeit abegholt und wir sind nach Johanngeorgenstadt gefahren, um dort zwei Nächte in einer schnuckeligen Pension auf 850 Metern Höhe zu verbringen. Karfreitag und Ostersamstag durfte ich die Vormittage nutzen, um das Rad durchs Erzgebirge zu führen. Am Freitag bin ich ohne größere Umwege zum Fichtelberg (1214) hinauf, dann zum Keilberg (1244) und durch Tschechien zurück nach Johanngeorgenstadt. Die Straßen in Tschechien waren eine Katastrophe, da fahre ich nie wieder: gefährlich, kaputt, nicht einsehbar. Als ich an der Pension zurück war, war Kerstin noch unterwegs, also hab ich noch den dritten Tausender mitgenommen, den Auersberg, was nur ein Mehrweg von 15 km war. Aber das war noch mal ein schön steiler Kanten, da ging es 500 Meter mal nicht unter 10 %. Das ist ganz schön heftig für mich Flachlandtiroler.

Am Samstag dann wieder Richtung Fichtelberg, aber diesmal mit Umweg über Eibenstock und Sosa, dann über Jägerhaus nach Antonsthal und dann richtig knackig brutal nach Antonshöhe (waren das 2 km über 10 %?). Da war ich dann für die verbleibenden 600 Höhenmeter zum Fichtelberg schon schön platt. Zur Belohnung gabs kernigen Gegenwind. Es ging trotzdem alles gut (also ohne Absteigen) und zur Belohnung gab es noch ne 20-km-Abfahrt nach Erla, wo mich Kerstin wieder aufgesammelt hat.



In Summe brachten die beiden Tage 149 km und fast 3000 Höhenmeter - bisher hatte ich 2011 ca. 3500 Höhenmeter angesammelt. Schon heftig, aber wenn ich an die Pyrenäen denke, dann war auch der Besuch im Erzgebirge wohl nur Kinderfasching. Auf jeden Fall ein gutes Training für die Berge.

Montag, 18. April 2011

Vorbereitung geht weiter

Nach einem schön schmerzhaften Muskelfaserriss in der Wade rechts mit "eine Woche nicht richtig gehen können" und "Abservieren lassen beim Fußball" geht es nun langsam wieder aufwärts. Voriges Wochenende habe ich daher nur lockere 37 km abgespult, vorgestern waren es dann schon wieder 76 km. Diese Runde habe ich dann auch erstmals 2011 mit Marcus absolviert, der nun auch gedanklich bei unserem Vorhaben angekommen ist. Leider ist er nach wie vor stärker als ich und das wird wohl nicht mehr besser werden, es sei denn ich mache das, was Armstrong und Bruyneel bei der Tour 2004 (wo Klöden so stark war) mit Floyd Landis (der in dem Jahr auch irre stark war) gemacht haben: Vor den Augen des Betroffenen einfach mal den epoangereicherten Blutbeutel im Waschbecken entleeren. Ja, so fies gehts zu in der Welt ...


Ich konzentrier mich derweil darauf, mich nicht wieder zu verletzen, denn am Donnerstag holt mich Kerstin nach der Arbeit ab und fährt mich und mein Fahrrad ins Erzgebirge. Ich darf dort zwei Vormittage fahren, wenn ich dafür zwei Nachmittage mit ihr verbringe. Ein Deal, bei dem ich nicht verlieren kann ... Der Fichtelberg ruft, ich werde kommen.