Dienstag, 5. Juli 2011

Fotos vom Finale

Leider 90° gedreht: Fans mit T-Shirts für "Kai & Marcus"

Leider auch verdreht: Zwei Hostessen begrüßen die Helden im Ziel

Sonntag, 5. Juni 2011

Bad Berka nach Leipzig - Tag 22

Der letzte Tag versprach sonnig zu werden. Die Wettervorhersage sprach zwar von Gegenwind, aber nicht zu stark. Wir hatten genug Zeit (nämlich bis 15 Uhr), um die gut 100 km zu bewältigen.

Halb zehn brachen wir auf diese letzte Tour auf und rollten ziemlich gemütlich der Heimat entgegen. Da die größeren Straßen aber mal wieder ganz schön autovoll waren, sind wir kurzerhand mal auf den Radweg die Ilm entlang abgebogen. Die Qualität des Radwegs war aber nicht immer top und so gurkten wir eine Zeit lang auf Kieswegen herum. Als wir uns zurück auf der Straße meldeten, war gleich mal vor Naunhof eine Brücke im Neubau, leider waren die Bauarbeiten bislang nur zum Abriss, nicht aber zum Neuaufbau gekommen. Nach Umwegen über Großheringen und Kleinheringen machten wir am Lidl unsere Pause und mussten feststellen, dass unser ganzes schönes Zeitpolster aufgebraucht war.

Von nun an konnten wir wenigstens Vollgas fahren, was doch auch mal schön ist, wenn man die nötige Form mitbringt. Kurz vor Markkranstädt wurde noch mal Wasser nachgefüllt und per SMS gabs zum Zielbereich die Meldung, dass wir 15:15 Uhr eintreffen würden.

Die Meute war somit gut vorbereitet und empfing uns in Jubel und La Ola. In der Lützner Straße hatten wir ja schon bewegende Momente verbingen dürfen (dort wegen der schlechten Straßen), der Empfang war dann aber das echte Highlight. Ich konnte vor lauter Eindrücken gar nichts mehr erfassen und verfehlte um ein Haar sogar das aufgespannte Zieltransparent. Auch die Inhalte der T-Shirt-Choreografie entgingen meiner geringen Aufmerksamkeit, aber wie mir versichert wurde, stand da nur Gutes, nämlich Marcus und Kai.

Nach ersten Willkommensumarmungen und einer Sektdusche löste sich die Zielrunde nach 30 Minuten auch wieder auf, da am Abend noch eine Grillparty im Hof anstand. Für die Organisation (und auch die Bezahlung) muss hier mal ein herzliches Dankeschön an Kerstin und Diana gerichtet werden. Und an alle Fans natürlich ein großes Dankeschön für den tollen Empfang und die wunderbare Feier am Abend.

Etwas schlechte Bildqualität, es war schon spät ...

Statistik

Hier die Gesamtübersicht für alle, die es ganz genau wissen wollen.


Datum, km, h:mm:ss, Schnitt, HM, Strecke


14.05.2011103,134350122,51044Bilbao - Zarautz
15.05.2011 118,68 4 56 59 24,0 1105 Zarautz - Peyrehorade








16.05.2011 128,85 5 30 08 23,4 941 Peyrehorade - Argelès-Gazost
17.05.2011 109,76 6 00 27 18,3 2474 Argelès-Gazost - Lannemezan
18.05.2011 142,77 6 22 03 22,4 1168 Lannemezan - Pamiers
19.05.2011 131,72 5 47 10 22,8 616 Pamiers - Narbonne
20.05.2011 104,07 3 55 53 26,5 597 Narbonne - Montpellier
21.05.2011





Montpellier
22.05.2011 150,49 6 05 00 24,7 427 Montpellier - Carpentras








23.05.2011 135,96 6 38 52 20,5 2515 Carpentras - Laragne-Monteglin
24.05.2011 151,34 8 00 23 18,9 2856 Laragne-Monteglin - Le Bourg d'Oisans
25.05.2011 33,02 2 02 41 16,1 1125 Alpe d'Huez
26.05.2011 152,80 5 39 33 27,0 1089 Le Bourg d'Oisans - Annecy
27.05.2011 134,58 5 22 11 25,1 1108 Annecy - Yverdons-les-Bains
28.05.2011 118,61 4 45 05 25,0 723 Yverdon-les-Bains - Delemont
29.05.2011 145,07 5 20 43 27,1 257 Delemont - Kenzingen








30.05.2011 139,06 5 29 06 25,4 589 Kenzingen - Pforzheim
31.05.2011





Pforzheim
01.06.2011 126,12 5 46 26 21,8 1011 Pforzheim - Buchen im Odenwald
02.06.2011 138,07 6 07 27 22,5 1142 Buchen im Odenwald - Stadtlauringen
03.06.2011 132,84 5 32 52 23,9 1230 Stadtlauringen - Bad Berka
04.06.2011 119,10 4 56 32 24,1 671 Bad Berka - Leipzig















Gesamt 2516,04 108 54 32 23,1 22688 Bilbao - Leipzig

Freitag, 3. Juni 2011

Daten zu den Tagen 19-21

Tag 19 nach Buchen im Odenwald
126,12 km
5:46:26 h
Schnitt 21,8
1011 Höhenmeter

Tag 20 nach Stadtlauringen
138,07 km
6:07:27 h
Schnitt 22,5
1142 Höhenmeter

Tag 21 nach Bad Berka
132,84 km
5:32:52 h
Schnitt 23,9
1230 Höhenmeter

Tag 22 nach Leipzig?

Bis jetzt also 22.000 Höhenmeter. Morgen machen wir dann die 2.500 km voll. Da wir bis jetzt erst 104 Stunden gebracht haben, wird der Schnitt wohl auch nicht noch mal unter die 23er-Marke sinken.

Nach Tag 3 im Gegenwind haben wie unser letztes Zwischenziel erreicht: Bad Berka

Es war 9:15 Uhr als wir den Luftdruck auf den Reifen verbesserten um danach in Richtung Erfurt zu starten.
Direkt nach dem Ortsausgangsschild bekamen wir das zu spüren, was uns die Wettervorhersage bereits angekündigt hatte, Gegenwind. Der Weg zum eigentlichen Ziel des Vortages (Bad Königshofen) war nach 16km geschafft und wir haben dann gleich Hildburghausen ins Visier genommen um dort unsere erste Pausen zu machen. Bis dahin hatte uns der starke Gegenwind und das wellige Profil aber schon gut gefordert.
Tja, und dann ging es rein in den Thüringer Wald. Unmittelbar nach Hildburghausen wurde anscheinend mit dem Lineal Asphalt auf den Berg gelegt, denn es ging schnurstracks geradeaus den Anstieg hoch. Man sieht halt das Ende aber es will einfach nicht näher kommen.
Danach führte uns die Straße mitten hinein in den Naturpark Thüringer Wald. Über Schleusingen und Nahetal zog sich der Weg zwischen 2% und 5% Steigung bis nach Schmiedefeld am Rennsteig. Dort war aber der vermeintliche Gipfel noch nicht erreicht. Nach ca. 16km gelangten wir an die Rennsteigkreuzung, wo der Anstieg endgültig zu Ende war. Es war schon irgendwie das Highlight des Tages. Nach einem halben Tag Gegenwind und dem ganzen auf und ab fährt man das Ding auch nichtmehr mit vollem Bums hoch. Trotzdem keine echte Schwierigkeit. Ohne Wind wäre es ein Kinderspiel gewesen.
Die Abfahrt nach Ilmenau war ebenso lang und eine schöne Belohnung. Auch hier ging nicht Vollgas, denn Wind und der Freitagsverkehr bremsten uns immer mal wieder aus.
In Ilmenau haben wir kurz Rast gemacht, die Trinkflaschen aufgefüllt und nochmal in die sprichwörtliche Schnitte gebissen. Ziel für den Tag sollte Bad Berka etwas südlich von Weimar sein. Bis dahin waren es noch 40km. Das freundliche Profil, der abflachende Gegenwind und die überschaubare Strecke ließen uns auf den letzten Kilometern nochmal ein Feuerwerk abbrennen. Die Kette lag rechts, unsere Haltung war gebückt und die Räder sind richtig gerannt. Wie im Flug erreichten wir Bad Berka. Zuvor hatten wir uns online bereits das Hotel am Goethebrunnen als Favorit rausgesucht. Leider war es ausgebucht. Naja, es ist ja nicht das einzige im Ort. Am Goethebrunnen haben wir nochmal Wasser geholt und sind schließlich in der Pension Ilmtal untergekommen.
Nach Döner, Eis und Radler liegen die Beine oben und die Augen sind auf den Fernseher gerichtet. Das Länderspiel kann beginnen.

Die letzte Etappe hat morgen nochmal zwischen 105 und 110km. Dazu nur soviel: Wir sind 15 Uhr da.

Marcus

Donnerstag, 2. Juni 2011

Stadtlauringen

Die zermürbende Kälte vom Vortag haben wir im "Reichsadler" weggeschlafen, nach unserem fruchtigen Frühstück erwarteten uns zunächst 17 Grad und ein bedeckter Himmel.

Auf der Strecke war dann auch klar, dass der Wetterbericht sich wieder nicht geirrt hat (an dieser Stelle kleiner Gruß an Kachelmann) und wir tatsächlich starken Gegenwind hatten. Auch die Karten hielten, was sie versprachen, nämlich durchaus anspruchsvolles Profil.

Bevor es so richtig in den Tag ging haben wir mal noch die Hinterradbremsen bei Marcus ausgetauscht. Die waren im Hochgebirge schon gut beansprucht gewesen, der Tag in Regen und Dreck gestern hatte den Bremsbacken aber den Rest gegeben. Später konnten wir an einer Tankstelle auch noch eine intensive Wäsche mit so einem Drucksprühdings erledigen - einfach nur putzen ist da halt doch nicht so ergiebig.

Die 35 km Rückstand vom Vortag gegenüber dem Plan waren reingefahren, als Tauberbischofsheim erreicht war. Es folgte die schwere Überfahrt rüber nach Würzburg. Dort hätte es eigentlich schon gereicht.

Was soll man am Männertag auch anderes machen als eine kleine Radtour? Das dachten sich heute auch Hunderte andere, das Wetter lud ja auch dazu ein. Erstaunlicherweise haben wir enorm viele Pedalierer gesehen, die wie wir mit Gepäcktaschen unterwegs waren. Keine Ahnung, ob die da alle Bier drin hatten oder das lange Wochenende für ne größere Runde auf 2 Rädern nutzen.

Das Thermometer stieg zwischenzeitlich auf über 25 Grad, was mithilfe der Sonne, die nun doch die Oberhand gewann, den Gegenwind ein wenig aufzuheizen vermochte. Spaß ist trotzdem was anderes. Als wir uns nach Schweinfurt geschleppt hatten, hatten wir eigentlich schon ganz schön die Nase voll.

Bis zum eigentlichen Ziel (Bad Königshofen) war es uns zu weit, die Alternativen (Münnerstadt, Haßfurt) lagen irgendwie ungünstig. Also haben wir geguckt, was auf dem Weg liegt und uns ein Zimmer in der Pension Stöhr gebucht. Das waren noch 20 km, die haben wir uns noch zugetraut.

Dort haben wir dann auch noch mal richtig Höhe und Wind zu spüren bekommen, aber letztlich erreichten wir doch die kleine Stadt Stadtlauringen. Unseren Rückstand auf den Plan haben wir somit auf 16 km reduziert. Bei über 1.000 Höhenmetern und 137 km war dann aber doch mal Schluss für heute.

Jetzt lassen wir uns noch ein Abendessen schmecken, bevor die Augen dann auf morgen gerichtet werden, wo die Überquerung des Thüringer Waldes ansteht. Die Belohnung folgt dann hoffentlich am Samstag. Bis dahin um 15 Uhr oder so ...

Kai

Artikel in der Pforzheimer Zeitung

Endlich Obstsalat - wer braucht da noch Diana? ;)

Mittwoch, 1. Juni 2011

Zielfeier am Samstag in der Eisenacher Straße

Alle Leser sind herzlich eingeladen, zu unserer Zielankunft in Leipzig am Samstag (4. Juni) zu kommen.

Wir planen, gegen 15 Uhr einzutreffen - und werden es wohl auch so einrichten, dass wir auch nicht eher kommen.

Von dem kleinen Platz, der sich an der Ecke Eisenacher und Lindenthaler Straße befindet, hat die Meute einen perfekten Blick auf die Wolfener Straße, über die wir wahrscheinlich einfahren werden.

Dem Vernehmen nach wird sogar gegrillt und tolles Wetter wird sowieso. Wir freuen uns natürlich aber über jeden Fan, der es kurz oder lang einrichten kann, bei unserer Zielankunft nach über 2.500 km live dabei zu sein.

Bis dann!

Kai und Marcus

Buchen im Odenwald

Ein Tag zum Vergessen, Niesel und Kälte satt!

Entspannt sind wir noch aus Pforzheim losgekommen, denn die beiden Nächte bei Sven waren top und erholsam. Sven hat uns dann sogar noch auf Schleichwegen nach Mühlacker geleitet, denn er fuhr noch ein Stück mit uns mit.

Bis dahin waren wir dann auch schon ordentlich durchgefroren und das wurde auch nicht mehr besser. Aufgrund des miserablen Wetters - ständiger Nieselregen, teils heftiger Gegenwind, 10-11 Grad Celsius (!) - machten wir dann auch erst nach 80 km unsere erste Pause, denn am Neckarradweg (erstaunlich leer heute) war es einigermaßen erträglich.  

Wenn man genau hinguckt, kann man es sehen: Dreck pur


Dann wurde es doch noch ein bisschen hügeliger, na ja, wir sind ja einiges gewöhnt. Leider wurden die Autofahrer nicht freundlicher, je später es wurde. Bis Tauberbischofsheim haben wir es dann auch nicht geschafft, aber da ab morgen besseres Wetter angesagt ist, holen wir das schon wieder auf.

Unterkunft haben wir dann in Buchen im Odenwald gesucht und wurden im klanghaften Hotel zum Reichsadler fündig. Leider keine Wanne, die unsere erfrorenen Zehen anständig wieder aufgetaut hätte.

Nach ein paar Einkäufen für den morgigen Feiertag gönnen wir uns nun noch einen Aufenthalt in der Pizzeria. 


Nachher sollten wir aber wohl noch ein bisschen die Räder putzen ...

Kai

Ruhetag in Pforzheim

Der Plan für den Ruhetag in Pforzheim war simpel: ausschlafen, frühstücken und ganz entspannt ins örtliche Spaßbad gehen.
Während des Frühstücks klingelte bei Sven das Telefon. Die Redaktion der Pforzheimer Zeitung war dran und reagierte auf Svens Mail, in der er uns bei der PZ für die Rubrik "Zu Besuch in Pforzheim" vorgeschlagen hat. Kurzum, ab 16 Uhr war Treff zum Interview im Redaktionsgebäude.
Wir sind vorher noch ins Spaßbad gegangen und haben dort in sämtlichen Whirlpools und Solebecken unsere Muskeln entspannt. Natürlich wurde auch gerutscht und als wir alle verbotenen Rutschpositionen durchhatten sind wir über den Asia-Imbiss zurück zum Sven. Die Schale Nudeln war schnell verschlungen und Kai und ich machten uns auf den Weg zur PZ. Nach kurzem Durchfragen trafen wir auch gleich auf den Fotografen der Zeitung, der uns zusammen mit irgendeinem Fahrrad aus dem Hausflur auf die Straße zog um Fotos zu machen.
Danach kam eine junge Redakteurin, die uns über unsere Tour befragte. Als wir fertig waren meinte Kai, dass wir sagen wollten, dass es eine schwere Tour mit allerlei Hürden, vielen Highlights und eine große Herausforderung sei. Sie wollte jedoch gerne schreiben, dass wir nun endlich in Pforzheim sind, die Stadt toll finden und unendlich froh sind sämtliche Vorzüge Pforzheims zu genießen. Immerhin konnten wir mit einem Besuch im Emma-Jaeger-Bad dienen. Naja, so ist das halt bei der "kleinen" Presse.
Der Artikel war am nächsten Tag erschienen und Sven hat sofort eine Ausgabe gekauft und bringt sie am Wochenende mit nach Leipzig.
Am Abend war Sandra, eine Freundin von Sven zu Gast. Wir haben gemeinsam Abendbrot gegessen und Monopoly gespielt. Ist ja grundsätzlich nicht so meins aber bei der Pforzheim-Edition mit vergoldeten Spielfiguren konnte ich nicht nein sagen.
Einen guter Ruhetag, vor allem dank Svens großartiger Gastfreundschaft.

Dienstag, 31. Mai 2011

Daten zu den Tagen 13-18

Tag 13 nach Annecy
152,80 km
5:39:33 h
Schnitt 27,0
1089 Höhenmeter

Tag 14 nach Yverdon-les-Bains
134,58 km
5:22:11 h
Schnitt 25,0
1108 Höhenmeter

Tag 15 nach Delemont (Delsberg)
118,61 km
4:45:05 h
Schnitt 24,9
723 Höhenmeter

Tag 16 nach Kenzingen
145,07 km
5:20:43 h
Schnitt 27,1
257 Höhenmeter

Tag 17 nach Pforzheim
139,06 km
5:29:06 h
Schnitt 25,3
589 Höhenmeter

Tag 18 Ruhetag in Pforzheim
0 km
0 h
0 Höhenmeter

2.000 km sind also geschafft, steht noch das letzte Fünftel an.

Montag, 30. Mai 2011

Pforzheim erreicht

Der Tag führte uns lange Zeit entlang der B3 auf den schlechten Radwegen immer Richtung Norden. Aus Süden schob ein leichter Wind, der so allerdings keine Erfrischung bei den bis zu 37 Grad bot, aber von hinten ist es doch am schönsten! ;)

In Sinzheim hat mir eine Fahrradwerkstatt mal wieder die Hinterradfelge glattgespeicht, dann ging's volle Zündung weiter nach Ettlingen. Ab da dann Katastrophe, denn die Straßen waren immer mal wieder für Radfahrer verboten, die Radwege führten ins Nichts, gerne auch mal ins Garnichts; und wenn wir doch mal ne Straße erwischten, dann war die in einem grauenhaften Zustand, als ob hier noch nie was vom Soli angekommen wäre.

Naja, den letzten hügeligen Abschnitt (30-40 km) haben wir auch noch locker hingekriegt, denn die letzten beiden Tage hatten wir wirklich ein leichtes Profil.

Am Ortseingang Pforzheim hat uns dann Sven mit Salami empfangen und die letzten Meter in den Ort geleitet.

Knapp 140 km also heute. Damit haben wir um ein Haar die 2000er-Marke erreicht.

Die Sachen drehen jetzt schon mal ne Ehrenrunde in der Waschmaschine, in der Küche werden uns Maultaschen zubereitet und nachher kommen noch Stella und Markus, um mit uns ne Runde zu pokern. 

Stella (r.) und Markus

Für morgen planen wir einen Besuch im Spaßbad. Hier soll es ja gewittern und so ... na hoffentlich ist das am Mittwoch wieder gut, denn bei Regen ist die Motivation schon etwas im Keller.

Appenweier

Sven, wir machen grad erste Pause in Appenweier. Noch 83 km. Ankunft also weiterhin gegen 16 Uhr erwartet, vielleicht auch 16:30 Uhr.

Kenzingen

Gestern sind wir zügig aus den Alpen und der Schweiz heraus gefahren. Auf den ersten 20 km gerieten wir in ein Einzelzeitfahren, das heißt, dort waren alle 30 Sekunden irgendwelche Halbprofis mit Zeitfahrmaschinen zu bestaunen.

Durch Basel haben wir uns dann ganz gut durchgewuselt und dann war sie endlich da, die deutsche Grenze. Wir wurden auch endlich gleich mal angehupt, aber nicht mehr als Warnung (Achtung, ich muss euch leider überholen!), sondern als Vorwurf (Was macht ihr auf meiner Straße!?). Herrlich, da fühlt man sich wieder zu Hause.

Den Radweg am Rhein haben wir nicht so richtig gefunden, auch die anderen Straßen waren immer mal wieder halbe Feldwege. Dafür gabs ab und an mal Radwege an größeren Straßen. Dann sind wir nach 90 km aber doch einmal mit Gewalt an den Rhein, einfach mal diesen hochgepriesenen Radweg dort angucken. Zur allgemeinen Begeisterung war der aber nicht mal asphaltiert ...

Der Rest fuhr sich dann ganz prima, insgesamt ein heißer, aber recht flacher Tag. So haben wir die ca. 145 km bis Kenzingen auch ganz flüssig runtergespult. Dort haben wir dann ein "Sporthotel" gefunden und gedacht, da gehören wir einfach rein.

Heute nochmal 130 km bis Pforzheim. Falls einige Leser das nicht wissen, mein Bruder wohnt dort und wird uns 2 Nächte aufnehmen. Sven, nach ersten Schätzungen sind wir etwa 16 Uhr am Ortseingang. Bis dann.

Kai

Frühstück im Sporthotel Kenzingen

Sonntag, 29. Mai 2011

Bergankünfte

Wie versprochen wollen wir noch unsere gegenseitig gefilmten Bergankünfte nachreichen. Okay, sie sind vielleicht etwas unspektakulär, aber wer, außer diesen Helden, die immer im Fernsehen Rad fahren, hat sowas schon?

Marcus erreicht das Ziel in Alpe d'Huez

Kai erklimmt die letzte Rampe am Mont Ventoux

WLAN-Router gleich neben unserem Zimmer :)

Samstag, 28. Mai 2011

Yverdon-les-Bains bis Delémont - zügig durch die Schweiz

Heute war unser einziger kompletter Tag in der Schweiz.
Die Nacht davor in Yverdon haben wir in einem Hotel verbracht, was uns schon etwas Heimatnähe spüren ließ. Unser Zimmer konnten wir in deutscher Sprache buchen und es gab eine ganze Reihe an deutschen TV-Sendern. Trotz des netten Ambiente und des umfangreichen Frühstücks gab es nach oben noch Luft. WiFi ging nämlich nur in der Lobby. Dünne.
Ordentlich gestärkt machten wir uns 9:15 Uhr auf den Weg in Richtung Basel. Ziel war der Ort Delémont.
Die Route führte an zwei Seen entlang, über einen Berg und sollte mit ca. 115km verhältnismäßig kurz ausfallen. Das alles natürlich auf die Anfahrt zum Colle delle Finestre beim Giro zugeschnitten, die gegen 15 Uhr beginnen sollte.
Nach ca. 45km Fahrt kamen wir auf Neuchâtel zu und wurden durch diverse Straßenschilder auf eine Art Umgehungsstraße geschickt. Die war aber sehr stark befahren und zog auch etwas in den Berg rein. Also sind wir weiter geradeaus in den Ort gefahren, obwohl dort ein Sackgassenschild stand. Sowas hält doch keinen Radfahrer auf, weiter. Dann kam ein Schild "Radfahrer verboten". Naja, wir haben uns kurz angeschaut und sind weitergefahren. Dann ging es auf eine frisch gebaute Brücke über die Autobahn, die auf einem Privatgelände endetet. Am Tor (geöffnet) zum Gelände war die Einfahrt komplett für alles und jeden verboten. Wir sind trotzdem reingefahren, da weit und breit niemand zu sehen war. Das Grundstück war komplett eingezäunt und wir endgültig in der angekündigten Sackgasse.
Dann entdeckte Kai auf der anderen Seite des Zaunes einen Radweg und wir begannen Taschen, Räder und uns selbst drüber zu hieven. Schwein gehabt.
Nach einer kurzen Frühstückspause ging es weiter nach Biel-Bienne. Trotz ungünstigem Wind rollten wir flüssig in den Ort. Jetzt begann auch die Anfahrt zum einzigen Berg auf unserer Route, den Col de Pierre Pertuis. Der Hügel ist läppige 827 Meter hoch und damit nichts, was Tourmalet-, Ventoux- und Alpe d'Huez-Finisher vor ernsthafte Schwierigkeiten stellt.
Vom "Gipfel" aus waren es auch nur noch 25km aus dem Tal raus in den Zielort. Diese letzte Etappe des Tages war nochmal eine kleine Belohnung. Gute Straßen, schöne Abfahrten durch schmale Täler, auf dem Tacho vorne stets eine 3 und im Handumdrehen erreichten wir Delémont.
Wir haben uns für das Hotel City entschieden, was von Asiaten geführt wird. Ein entsprechendes Asiarestaurant ist ebenfalls drin. Na ich bin mal auf das Flühstück gespannt. Eurosport, Sat 1 und exzellentes WiFi entschädigen für die fehlende Wanne.
Leider sind die Supermarktöffnungszeiten miserabel auf den Giro d'Italia abgestimmt. 17 Uhr Etappe zu Ende, 17 Uhr Supermarkt zu. Ich habe den Kai vor den Fernseher gesetzt und bin für uns Abendbrot holen gegangen. Was tut man nicht alles fürs Team. ;-)
Nun relaxen wir noch etwas und erwarten das CL-Finale. Kai sagt Barca gewinnt, ich halte mit ManU dagegen. Na mal sehen, wie die Herden sich anstellen.

Morgen rollen wir nach Deutschland rein und übermorgen zum Sven nach Pforzheim (Ruhetag).

Wir sind bald daheim.

Freitag, 27. Mai 2011

Yverdon

Am Freitag soll man sich ja nicht zu viel vornehmen, der Verkehr ist an diesem Tag am stärksten und der Stress durch viel Verkehr nicht zu unterschätzen.

Wir haben uns also auf den Weg in die Schweiz gemacht, aber schon der Weg raus aus Annecy war kompliziert und beschwerlich, vom schlechten Wetter mal zu schweigen. Dann ging es draußen erstmal ordentlich hoch und wir konnten uns bei 12-13 Grad immer mal über Niesel freuen.

Zur Belohnung gibt's aber ne rasante Abfahrt zur Grenze und nach 1500 km hatten wir also schon das zweite Land hinter uns gelassen. Als besonderes Schmankerl durften wir nun durch ganz Genf durch, was auch kein Vergnügen ist, wie man sich denken kann, die Stadt zählt immerhin 200.000 Einwohner.

Nun dachten wir natürlich, am See geht's bis Lausanne mal so richtig flach, aber das blieb ein Wunsch. Das ist schon ordentlich wellig da und war trotz Rückenwind (ab und zu) ganz schön anstrengend. Hier zeigte sich für eine Stunde dann auch mal die Sonne. :) Ansonsten aber gilt: Im Sommer scheint Sonne, im Winter da schneit's, und im Mai hat's erbauliche 17 Grad - in der Schweiz, in der Schweiz, in der Schweiz.

Vor Lausanne kannten wir zum Glück ne Abkürzung und wählten den Weg zum nächsten See, dem Lac de Neuchatel. Die Stadt selbst war uns aber ein bisschen zu weit weg, sodass wir nach den Hügeln zwischen den beiden Seen in Yverdon nur noch die Hotelsuche einleiteten und es nach 135 km gut sein ließen.

Morgen planen wir eine zügige Route nach Delemont (der Finestre steht an und will im TV verfolgt werden), dann in 2 Tagen am alten Vater Rhein entlang nach Pforzheim. Klingt alles machbar inzwischen.