| Leider 90° gedreht: Fans mit T-Shirts für "Kai & Marcus" |
| Leider auch verdreht: Zwei Hostessen begrüßen die Helden im Ziel |
| Etwas schlechte Bildqualität, es war schon spät ... |
| 14.05.2011 | 103,13 | 4 | 35 | 01 | 22,5 | 1044 | Bilbao - Zarautz |
| 15.05.2011 | 118,68 | 4 | 56 | 59 | 24,0 | 1105 | Zarautz - Peyrehorade |
| 16.05.2011 | 128,85 | 5 | 30 | 08 | 23,4 | 941 | Peyrehorade - Argelès-Gazost |
| 17.05.2011 | 109,76 | 6 | 00 | 27 | 18,3 | 2474 | Argelès-Gazost - Lannemezan |
| 18.05.2011 | 142,77 | 6 | 22 | 03 | 22,4 | 1168 | Lannemezan - Pamiers |
| 19.05.2011 | 131,72 | 5 | 47 | 10 | 22,8 | 616 | Pamiers - Narbonne |
| 20.05.2011 | 104,07 | 3 | 55 | 53 | 26,5 | 597 | Narbonne - Montpellier |
| 21.05.2011 | Montpellier | ||||||
| 22.05.2011 | 150,49 | 6 | 05 | 00 | 24,7 | 427 | Montpellier - Carpentras |
| 23.05.2011 | 135,96 | 6 | 38 | 52 | 20,5 | 2515 | Carpentras - Laragne-Monteglin |
| 24.05.2011 | 151,34 | 8 | 00 | 23 | 18,9 | 2856 | Laragne-Monteglin - Le Bourg d'Oisans |
| 25.05.2011 | 33,02 | 2 | 02 | 41 | 16,1 | 1125 | Alpe d'Huez |
| 26.05.2011 | 152,80 | 5 | 39 | 33 | 27,0 | 1089 | Le Bourg d'Oisans - Annecy |
| 27.05.2011 | 134,58 | 5 | 22 | 11 | 25,1 | 1108 | Annecy - Yverdons-les-Bains |
| 28.05.2011 | 118,61 | 4 | 45 | 05 | 25,0 | 723 | Yverdon-les-Bains - Delemont |
| 29.05.2011 | 145,07 | 5 | 20 | 43 | 27,1 | 257 | Delemont - Kenzingen |
| 30.05.2011 | 139,06 | 5 | 29 | 06 | 25,4 | 589 | Kenzingen - Pforzheim |
| 31.05.2011 | Pforzheim | ||||||
| 01.06.2011 | 126,12 | 5 | 46 | 26 | 21,8 | 1011 | Pforzheim - Buchen im Odenwald |
| 02.06.2011 | 138,07 | 6 | 07 | 27 | 22,5 | 1142 | Buchen im Odenwald - Stadtlauringen |
| 03.06.2011 | 132,84 | 5 | 32 | 52 | 23,9 | 1230 | Stadtlauringen - Bad Berka |
| 04.06.2011 | 119,10 | 4 | 56 | 32 | 24,1 | 671 | Bad Berka - Leipzig |
| Gesamt | 2516,04 | 108 | 54 | 32 | 23,1 | 22688 | Bilbao - Leipzig |
Tag 20 nach Stadtlauringen
138,07 km
6:07:27 h
Schnitt 22,5
1142 Höhenmeter
Tag 21 nach Bad Berka
132,84 km
5:32:52 h
Schnitt 23,9
1230 Höhenmeter
Tag 22 nach Leipzig?
Bis jetzt also 22.000 Höhenmeter. Morgen machen wir dann die 2.500 km voll. Da wir bis jetzt erst 104 Stunden gebracht haben, wird der Schnitt wohl auch nicht noch mal unter die 23er-Marke sinken.
Die letzte Etappe hat morgen nochmal zwischen 105 und 110km. Dazu nur soviel: Wir sind 15 Uhr da.
Marcus
Auf der Strecke war dann auch klar, dass der Wetterbericht sich wieder nicht geirrt hat (an dieser Stelle kleiner Gruß an Kachelmann) und wir tatsächlich starken Gegenwind hatten. Auch die Karten hielten, was sie versprachen, nämlich durchaus anspruchsvolles Profil.
Bevor es so richtig in den Tag ging haben wir mal noch die Hinterradbremsen bei Marcus ausgetauscht. Die waren im Hochgebirge schon gut beansprucht gewesen, der Tag in Regen und Dreck gestern hatte den Bremsbacken aber den Rest gegeben. Später konnten wir an einer Tankstelle auch noch eine intensive Wäsche mit so einem Drucksprühdings erledigen - einfach nur putzen ist da halt doch nicht so ergiebig.
Die 35 km Rückstand vom Vortag gegenüber dem Plan waren reingefahren, als Tauberbischofsheim erreicht war. Es folgte die schwere Überfahrt rüber nach Würzburg. Dort hätte es eigentlich schon gereicht.
Was soll man am Männertag auch anderes machen als eine kleine Radtour? Das dachten sich heute auch Hunderte andere, das Wetter lud ja auch dazu ein. Erstaunlicherweise haben wir enorm viele Pedalierer gesehen, die wie wir mit Gepäcktaschen unterwegs waren. Keine Ahnung, ob die da alle Bier drin hatten oder das lange Wochenende für ne größere Runde auf 2 Rädern nutzen.
Das Thermometer stieg zwischenzeitlich auf über 25 Grad, was mithilfe der Sonne, die nun doch die Oberhand gewann, den Gegenwind ein wenig aufzuheizen vermochte. Spaß ist trotzdem was anderes. Als wir uns nach Schweinfurt geschleppt hatten, hatten wir eigentlich schon ganz schön die Nase voll.
Bis zum eigentlichen Ziel (Bad Königshofen) war es uns zu weit, die Alternativen (Münnerstadt, Haßfurt) lagen irgendwie ungünstig. Also haben wir geguckt, was auf dem Weg liegt und uns ein Zimmer in der Pension Stöhr gebucht. Das waren noch 20 km, die haben wir uns noch zugetraut.
Dort haben wir dann auch noch mal richtig Höhe und Wind zu spüren bekommen, aber letztlich erreichten wir doch die kleine Stadt Stadtlauringen. Unseren Rückstand auf den Plan haben wir somit auf 16 km reduziert. Bei über 1.000 Höhenmetern und 137 km war dann aber doch mal Schluss für heute.
Jetzt lassen wir uns noch ein Abendessen schmecken, bevor die Augen dann auf morgen gerichtet werden, wo die Überquerung des Thüringer Waldes ansteht. Die Belohnung folgt dann hoffentlich am Samstag. Bis dahin um 15 Uhr oder so ...
Kai
Wir planen, gegen 15 Uhr einzutreffen - und werden es wohl auch so einrichten, dass wir auch nicht eher kommen.
Von dem kleinen Platz, der sich an der Ecke Eisenacher und Lindenthaler Straße befindet, hat die Meute einen perfekten Blick auf die Wolfener Straße, über die wir wahrscheinlich einfahren werden.
Dem Vernehmen nach wird sogar gegrillt und tolles Wetter wird sowieso. Wir freuen uns natürlich aber über jeden Fan, der es kurz oder lang einrichten kann, bei unserer Zielankunft nach über 2.500 km live dabei zu sein.
Bis dann!
Kai und Marcus
Wenn man genau hinguckt, kann man es sehen: Dreck pur
Tag 14 nach Yverdon-les-Bains
134,58 km
5:22:11 h
Schnitt 25,0
1108 Höhenmeter
Tag 15 nach Delemont (Delsberg)
118,61 km
4:45:05 h
Schnitt 24,9
723 Höhenmeter
Tag 16 nach Kenzingen
145,07 km
5:20:43 h
Schnitt 27,1
257 Höhenmeter
Tag 17 nach Pforzheim
139,06 km
5:29:06 h
Schnitt 25,3
589 Höhenmeter
Tag 18 Ruhetag in Pforzheim
0 km
0 h
0 Höhenmeter
2.000 km sind also geschafft, steht noch das letzte Fünftel an.
In Sinzheim hat mir eine Fahrradwerkstatt mal wieder die Hinterradfelge glattgespeicht, dann ging's volle Zündung weiter nach Ettlingen. Ab da dann Katastrophe, denn die Straßen waren immer mal wieder für Radfahrer verboten, die Radwege führten ins Nichts, gerne auch mal ins Garnichts; und wenn wir doch mal ne Straße erwischten, dann war die in einem grauenhaften Zustand, als ob hier noch nie was vom Soli angekommen wäre.
Naja, den letzten hügeligen Abschnitt (30-40 km) haben wir auch noch locker hingekriegt, denn die letzten beiden Tage hatten wir wirklich ein leichtes Profil.
Am Ortseingang Pforzheim hat uns dann Sven mit Salami empfangen und die letzten Meter in den Ort geleitet.
Knapp 140 km also heute. Damit haben wir um ein Haar die 2000er-Marke erreicht.
Die Sachen drehen jetzt schon mal ne Ehrenrunde in der Waschmaschine, in der Küche werden uns Maultaschen zubereitet und nachher kommen noch Stella und Markus, um mit uns ne Runde zu pokern.
Für morgen planen wir einen Besuch im Spaßbad. Hier soll es ja gewittern und so ... na hoffentlich ist das am Mittwoch wieder gut, denn bei Regen ist die Motivation schon etwas im Keller.
Durch Basel haben wir uns dann ganz gut durchgewuselt und dann war sie endlich da, die deutsche Grenze. Wir wurden auch endlich gleich mal angehupt, aber nicht mehr als Warnung (Achtung, ich muss euch leider überholen!), sondern als Vorwurf (Was macht ihr auf meiner Straße!?). Herrlich, da fühlt man sich wieder zu Hause.
Den Radweg am Rhein haben wir nicht so richtig gefunden, auch die anderen Straßen waren immer mal wieder halbe Feldwege. Dafür gabs ab und an mal Radwege an größeren Straßen. Dann sind wir nach 90 km aber doch einmal mit Gewalt an den Rhein, einfach mal diesen hochgepriesenen Radweg dort angucken. Zur allgemeinen Begeisterung war der aber nicht mal asphaltiert ...
Der Rest fuhr sich dann ganz prima, insgesamt ein heißer, aber recht flacher Tag. So haben wir die ca. 145 km bis Kenzingen auch ganz flüssig runtergespult. Dort haben wir dann ein "Sporthotel" gefunden und gedacht, da gehören wir einfach rein.
Heute nochmal 130 km bis Pforzheim. Falls einige Leser das nicht wissen, mein Bruder wohnt dort und wird uns 2 Nächte aufnehmen. Sven, nach ersten Schätzungen sind wir etwa 16 Uhr am Ortseingang. Bis dann.
Kai
Morgen rollen wir nach Deutschland rein und übermorgen zum Sven nach Pforzheim (Ruhetag).
Wir sind bald daheim.
Wir haben uns also auf den Weg in die Schweiz gemacht, aber schon der Weg raus aus Annecy war kompliziert und beschwerlich, vom schlechten Wetter mal zu schweigen. Dann ging es draußen erstmal ordentlich hoch und wir konnten uns bei 12-13 Grad immer mal über Niesel freuen.
Zur Belohnung gibt's aber ne rasante Abfahrt zur Grenze und nach 1500 km hatten wir also schon das zweite Land hinter uns gelassen. Als besonderes Schmankerl durften wir nun durch ganz Genf durch, was auch kein Vergnügen ist, wie man sich denken kann, die Stadt zählt immerhin 200.000 Einwohner.
Nun dachten wir natürlich, am See geht's bis Lausanne mal so richtig flach, aber das blieb ein Wunsch. Das ist schon ordentlich wellig da und war trotz Rückenwind (ab und zu) ganz schön anstrengend. Hier zeigte sich für eine Stunde dann auch mal die Sonne. :) Ansonsten aber gilt: Im Sommer scheint Sonne, im Winter da schneit's, und im Mai hat's erbauliche 17 Grad - in der Schweiz, in der Schweiz, in der Schweiz.
Vor Lausanne kannten wir zum Glück ne Abkürzung und wählten den Weg zum nächsten See, dem Lac de Neuchatel. Die Stadt selbst war uns aber ein bisschen zu weit weg, sodass wir nach den Hügeln zwischen den beiden Seen in Yverdon nur noch die Hotelsuche einleiteten und es nach 135 km gut sein ließen.
Morgen planen wir eine zügige Route nach Delemont (der Finestre steht an und will im TV verfolgt werden), dann in 2 Tagen am alten Vater Rhein entlang nach Pforzheim. Klingt alles machbar inzwischen.
Die ersten 10 km gingen flach raus aus Le Bourg, aber mit Rückenwind. Dann folgten noch 15 km Abfahrt nach Vizille, vom Feinsten! Dort unten hatten wir 34,9 km/h als Schnitt.
Es wurde dann aber doch noch ein hügeliger Tag, und sehr heiß natürlich. Der Wind stand immer halbwegs günstig, die Strecke wurde aber zunehmend schwieriger.
In Aix-les-Bains gab es dann keine Überlegung mehr, wir verlängerten um 32 km nach Annecy. 152 km mit 27er Schnitt geben aber nicht annähernd wider, dass das auch heute natürlich wieder ein schwerer Tag war, wenngleich uns viele wunderbare Abfahrten durch fantastische Bergpanoramen geboten wurden. So macht Radfahren Spaß.
Eine Stunde nach unserer Ankunft setzte dann leichter Regen ein. Wenn wir Glück haben, können wir aber morgen trotzdem nochmal einen trockenen Tag bekommen.
Dank SAT1 im Hotel gucken wir jetzt übrigens The Da Vinci Code und wir haben auch noch voll den Überblick. ;)
Wenn alles gut läuft, fahren wir morgen und am Samstag komplett durch die Schweiz, etwa nach Basel.
Kai
Die verbleibenden 50-60 km kriegen wir schon noch runtergespult. Ist zwar wieder sehr heiß heute, dafür haben wir bislang Wind und Profil auf unserer Seite. Wie schlimm kann es da schon noch kommen?
Kai
Alles drunter (3. und 4. Kategorie) interessiert uns jetzt mal nicht.
Hier eine Auflistung der bisherigen Berge:
- HC Col du Tourmalet Marcus 20 Punkte, Kai 18
- 1. Col d'Aspin Kai 15, Marcus 13
- HC Mont Ventoux M20, K18
- 2. Col de Macuegne K10, M9
- 2. Col nach Rembaud K10, M9
- 2. Col Bayard K10, M9
- 2. Col de Parquetout K10, M9
- 2. Col d'Ornon M10, K9
- HC Alpe d'Huez K20, M18
Marcus hat also 117 Punkte gesammelt, ich 120.
Und das, obwohl Marcus so viel stärker ist. Er verweist immer auf sein Knie und sagt, er wünschte, er hätte zwei linke Beine ;)
Kai
An jeder der 21 Kehren stehen Sieger von Alpe d'Huez, u.a. Lance Armstrong
Wer wissen möchte, warum wir so viele Kilometer mehr als geplant gemacht haben, der soll doch mal auf der Karte nachsehen. Es gibt wegen der hohen Dichte an großen Städten ziemlich viele sehr stark befahrene Straßen (dann immer auch gleich vierspurig), die wollten wir etwas umgehen. Außerdem hat uns der Großstadtstress in MoPe schon gereicht, da wollten wir nicht durch Nimes und Avignon auch noch durch.
So summierten sich am Ende 150 km, die letzten dann mehr und mehr im Nordwind. Ich bin nun völlig durch, meine Beine tun weh und können nichts mehr leisten, Marcus fühlt sich aber recht locker. Das kann noch heiter werden die nächsten 2 Tage. Dabei hatte ich mich 90 km heute sehr gut gefühlt, flüssige Gänge getreten ... Na ja, was zählt, ist morgen.
Der Mont Ventoux zeigt sich uns von Carpentras aus bereits in seiner ganzen Pracht (Profil siehe nächster Post). Danach folgen dann aber nochmal 60 schwere Kilometer mit mindestens einem 500-Meter-Anstieg. Ich hab noch keine Ahnung, wie ich diesen Hammertag überstehen soll, aber wenn es gelingt, folgt ja am Dienstag die nächste Hürde mit über 2000 Höhenmetern.
Puh, das kann noch deftig werden. Nun stehen die wohl schwersten Tage bevor. Wie gesagt, Marcus nimmt's sportlich, aber ich muss mir etwas Mut zusprechen.
Kai
PS: Morgen Abend sind wir wahrscheinlich in einem kleinen Ort (Laragne-Monteglin), vielleicht können wir da nicht berichten.
Die größten Sorgen bereiten uns im Moment die nächsten 3 Tage, und zwar der Dienstag am meisten, der Montag (Ventoux) schon auch und morgen noch am wenigsten.
Wenn alles klappt, können wir wohl am Mittwoch genug Kraft für die dann folgenden 5 Tage durch die Schweiz usw. sammeln - trotz Alpe d'Huez.
Schade ist, dass wir bisher nur einen Schnitt von 22,6 km/h vorweisen können, aber das ist vorrangig dem Wind geschuldet, der uns doch schon einige Tage behindert hat.
Bis hier her waren wir 37 Stunden (netto) auf dem Rad, am Ende werden es über 100 sein.
Morgen ein schwieriger Weg nach Carpentras, doch die erworbene Frische wird uns schon hinbringen. Aber wir müssen vorsichtig sein, denn am Ventoux und dann ganz besonders am bergigen und sehr langen Dienstag wird uns wohl alles abverlangt werden. Daumendrücken kann nicht schaden. ;)
Kai
Einziger Höhepunkt der heutigen Fahrt (ohne nennenswerten Wind übrigens) war an einer ehemaligen Tankstelle, die wir für eine kurze Rast nutzten. Auf einmal kam über Lautsprecher eine Durchsage: Appelle aux deux cyclistes, blablablablablablabla. Tja, wir haben es nicht verstanden und es kam auch keiner, um uns in U-Haft zu nehmen. Zur U-Haft später noch mehr.
In MoPe angekommen suchten wir das Zentrum und dann ein paar ausgeguckte Hotels. Die ersten beiden hatten sehr schlechte Nachrichten. In der Stadt sei ein großer Kongress und alles ausgebucht. Im Ibis wurden wir dennoch fündig und das Ding macht einen tollen Eindruck.
Wanne, deutsches Fernsehen (na ja, nur SAT1), WLAN kostenlos, prima Aussicht, perfekte Lage. Jetzt aber der Grund, warum das Haus nur 3 Sterne hat und nicht 5: kein Eurosport, auch nicht auf Nachfrage.
Aber wir sind ja pfiffig und gucken, ob man mit dem Handy das Radrennen auch streamen kann und voila, man kann! Nach einer Stunde war aber Schicht im Wlan-Schacht. Im Kleingedruckten steht, dass man nur 200 MB zur Verfügung hat und Streamen verboten ist. So ein Mist!
Also haben wir uns unter diversen Ausreden einen neuen Code besorgt, aber nun mussten wir ja sparsam sein. Marcus hatte die Idee, in der City eine Sportsbar zu suchen. Leider haben wir nichts dergleichen gefunden. Auch im Mediamarkt (oder so) lief kein Eurosport und in den wenigen Kneipen mit TV lag überall kein Eurosport an. Also dachte ich, wir gehen zu McDonalds und nutzen dort das Internet, denn die haben in jeder Filiale ja WLAN anliegen. Und das hat geklappt. Kleine Bestellung, hoch gesetzt und wir konnten die letzten 9 km noch genießen und Contadors Attacke sehen. Genial! Und schöne neue Welt, was in unseren Zeiten nicht alles möglich ist.
Wir hatten aber ein schlechtes Gewissen, ob das überhaupt erlaubt sei, aber die U-Haft blieb uns noch einmal erspart. ;) Marcus hat dann noch ne Kneipe am Opernplatz aufgetan, wo wir uns morgen 15 Uhr eingeladen haben - natürlich hat er uns auch Eurosport versprochen. Ich hoffe, das klappt, denn Monte Crostis (14 km mit 10%) und Zoncolan (10 km mit 12 %) will ich schon gern sehen.
Marcus freut sich wie ein kleiner Junge auf dem Weg zum Jahrmarkt, denn wir haben einen Sender, der heute Abend noch Boston gegen Tampa bringt. Falls jemand nicht weiß, worum es sich handelt, es ist ein Eishockeyspiel der Conference Finals, also die Quali zum Stanleycup-Finale.
Wie ihr seht, ans Weiterfahren denken wir eher weniger. Sachen waschen müssen wir aber trotzdem noch, denn morgen kann das Zeug in Ruhe trocknen.
Kai
Wir peilen morgen dann Montpellier an, die Stadt ist halb so groß wie Leipzig, mal sehen, ob sie unseren Bedürfnissen genügt. ;) Das wird ne kurze Runde, vielleicht knapp 100 km.
Samstag Ruhetag.
Sonntag 120 km nach Carpentras.
Montag über den Mont Ventoux (oder lassen wir den weg?) nach Sisteron.
Dienstag geplante 155 km nach Le Bourg d'Oisans. (???)
Mittwoch halber Ruhetag (nur Alpe d'Huez ohne Taschen).
Dann 5 Tage nach Pforzheim, dort 1 Tag Pause und 4 Tage heim nach Leipzig.
Na mal sehen. Der kurzfristige Plan (Montpellier, Montpellier, Carpentras) steht erst mal - bis morgen. Schließlich muss man ja flexibel bleiben. :)
Kai
Wir wussten schon seit Pamiers, dass wir das Hotel Residence in Narbonne als Bleibe für zwei Nächte aufsuchen wollen. Der erste Eindruck war sehr gut, die Lage ist auch topp nur eben leider nur für eine Nacht.
Am Ortseingang stand ein Schild: Narbonne - Stadt des Internets 2011. Hier die harten Fakten dazu: Unser Zimmer befindet sich fast neben der Rezeption und wir mussten das iPhone trotzdem fast zur Zimmertür raushalten um das Wifi-Netz angezeigt zu bekommen. Jetzt sitze ich auf meinem Bett am Fenster und habe 33% Signalstärke. Dazu gibt es kein Eurosport. Dünne. Wofür bekommt man hier eigentlich 3 Sterne ans Hotel?
Das Hotel müssen wir morgen wieder verlassen. Jetzt stellt sich die Frage ob wir uns in Narbonne ein neues suchen oder morgen nochmal fahren und später ruhen? Mal sehen.
Marcus
Tag 4 nach Lannemezan
109,76 km
6:00:27 h
Schnitt 18,2
2474 Höhenmeter
Tag 5 nach Pamiers
142,77 km
6:22:03 h
Schnitt 22,4
1168 Höhenmeter