Sonntag, 22. Mai 2011

Durch Hitze nach Carpentras

Der Tag war geprägt durch hohe Temperaturen und flaches Gelände, immer wieder auch mit packendem Gegenwind.
Beim Start waren es schon 27 Grad. Zwischen 11 und 17 Uhr sind wir dann permanent bei 32-36 Grad gefahren, zum Glück war es zur Rhone hin wirklich flach und auch nicht so windig.

Wer wissen möchte, warum wir so viele Kilometer mehr als geplant gemacht haben, der soll doch mal auf der Karte nachsehen. Es gibt wegen der hohen Dichte an großen Städten ziemlich viele sehr stark befahrene Straßen (dann immer auch gleich vierspurig), die wollten wir etwas umgehen. Außerdem hat uns der Großstadtstress in MoPe schon gereicht, da wollten wir nicht durch Nimes und Avignon auch noch durch.

So summierten sich am Ende 150 km, die letzten dann mehr und mehr im Nordwind. Ich bin nun völlig durch, meine Beine tun weh und können nichts mehr leisten, Marcus fühlt sich aber recht locker. Das kann noch heiter werden die nächsten 2 Tage. Dabei hatte ich mich 90 km heute sehr gut gefühlt, flüssige Gänge getreten ... Na ja, was zählt, ist morgen.

Der Mont Ventoux zeigt sich uns von Carpentras aus bereits in seiner ganzen Pracht (Profil siehe nächster Post). Danach folgen dann aber nochmal 60 schwere Kilometer mit mindestens einem 500-Meter-Anstieg. Ich hab noch keine Ahnung, wie ich diesen Hammertag überstehen soll, aber wenn es gelingt, folgt ja am Dienstag die nächste Hürde mit über 2000 Höhenmetern.

Puh, das kann noch deftig werden. Nun stehen die wohl schwersten Tage bevor. Wie gesagt, Marcus nimmt's sportlich, aber ich muss mir etwas Mut zusprechen.

Kai

PS: Morgen Abend sind wir wahrscheinlich in einem kleinen Ort (Laragne-Monteglin), vielleicht können wir da nicht berichten.

2 Kommentare:

  1. Ich drück Euch die Daumen für heute und morgen! Hoffentlich ist es nicht ganz so heiss bei den bevorstehenden Anstrengungen. Wir fiebern von Leipzig aus mit!

    AntwortenLöschen
  2. Viele Grüße aus dem Leipziger Land.
    War heute bei Martin Götze und habe ihn auch von Eurer Tour erzählt. Herzliche Grüße auch von ihm. Er kennt diese Gegend und hat den Mont Ventoux als alter Profi mit einem Kinderanhänger an seinem Rad erklommen. Nun sind wir gespannt, wie Ihr diese schwere Bergetappe gemeistert habt.
    Die Eltern aus GP

    AntwortenLöschen